Die Zukunft der Marketing-Kommunikation heißt »Collaboration«

Interessant, dass der deutsche Begriff »Kollaboration« negativ als »Zusammenarbeit mit dem Feind« eingestuft wird.

Die Praxis der Werbe-/Internet-Agenturen sieht eben anders aus. Hier wird auch noch jeder kleine Druckauftrag eifersüchtig bewahrt und mit großem Aufschlag weiterverkauft. Jedes nützliche Tool fürs Web wird geheimisvoll zurückgehalten, dann eigens mit einem Logo versehen und nur gegen viele Teuros weitergegeben.

Durch »Collaboration« zum »Enabler«

Ich glaube, dass man hier als Agentur völlig umdenken muss. Die Anzahl der Möglichkeiten für ein Unternehmen sind enorm angewachsen. Es geht für einen Marketingmanager nicht mehr darum, eine Kampagne zu managen und eine Website zu unterhalten (was schon ein anspruchsvolles Projekt für sich sein kann!), sondern zusätzlich alle Kanäle mit relevantem Inhalt zu befüllen, Teil-Zielgruppen zu bedienen und als aktiver Player in Social Media aufzutreten. Für alle Tätigkeiten einen externen Dienstleister zu unterhalten ist von Manpower und Kosten her kaum machbar. Nicht zu sprechen davon, dass man jemand benötigt, der sich wirklich damit auskennt. Für mich und meine Firma macht es deswegen heutzutage viel mehr Sinn, uns als Coach zu sehen, als »Enabler«, der mehr Marketing-Kommunikation in mehr Kanälen möglich macht. Der die »Verwalter von Agenturleistungen« in den Unternehmen zu aktiven Kommunikationsposten macht und die Marketingproduktivität erhöht und unabhängig von externen Dienstleistern macht. Also: mehr Wert im Marketing schafft.

»Collaboration« braucht einen »Steward of Strategy«

Was dabei auf gar keinen Fall auf der Strecke bleiben darf: die absolute Ausrichtung an der Strategie! Und die Orientierung an einem hohen Qualitätslevel! Einer muss im Team sein, der die Strategie bewahrt, das große Ganze überwacht und in die nötige Richtung lenkt. (Spontan fällt mir hier auch Scrum für agile Entwicklung ein; sicher ein Modell, das auch für agiles Marketing taugt!)

Wie wir das umsetzen:

Als Basis brauchen wir (das bedeutet Digital/Real und Kunde!) eine Basis: die klare Positionierung, eine deutliche Strategie. Nur so kann man im Team Ziele erreichen. An der Ausarbeitung von Positionierung und Strategie arbeiten wir zusammen (Remember: wir bedeutet Kunde und Digital/Real!). Am besten ist es, das Ergebnis verständlich und visuell zu dokumentieren. Das hilft allen, die an diesem Prozess jemals beteiligt sein werden. (Beispiel siehe hier) Neben den zu erreichenden Marketingzielen wird nun eine zweite Ebene eingezogen: das »Enabler-Coaching«. Welche Personen/Abteilungen sollen zu welchen Fähigkeiten/Tätigkeiten geführt werden, in welchen Schritten wird das durchgeführt, welcher Zeitrahmen ist dafür vorgesehen. Verzeihen Sie die schwammige Auflistung: im Detail kommt es hier nun ganz auf die jeweilige Aufgabenstellung an – die ist immer unterschiedlich! Dann geht es los! Workshops machen Strategie und die einzelnen Projekte auf verständliche Weise greifbar. Die Beteiligten trainieren praktisch direkt »on the Job«. Der nächste Schritt ist es, mit unseren Kunden, bzw. zusammen mit den Personen, die an den Projekten arbeiten, gemeinsame To-Do und Projektpläne zu führen. Die so entstandenen »virtual Boards« sind jederzeit einsehbar, jeder kann seinen Kommentar dazu abgeben, Dateien hochladen, abstimmen und vieles mehr. Man kann sich das so vorstellen wie ein Facebook für Firmen, nur eben projektbezogen. Kosten: keine. Einarbeitungszeit: höchstens 30 Minuten, wenn überhaupt. (siehe trello.com)

Altgediente Agenturhasen behaupten, damit zerstöre man die Geschäftsgrundlage.

Das kann schon sein. Das Geschäft, mit der Unwissenheit von Kunden Geld zu verdienen auf jeden Fall. Das stimmt auch, wenn es darum geht, Stunden abzurödeln. Denn das alte, nicht an Effizienz ausgerichtete Agenturmodell ist darauf angewiesen viele viele Stunden zu verbrauchen, die möglichst billig eingekauft werden (das beudeutet in der Regel schlecht quaifizierte oder unmotivierte, müde Mitarbeiter). Nur so kann man kostenlose Pitches wieder hereinholen. Mir geht es um die strategische Ausrichtung. Ich weiß, wie man heute kommuniziert. Ich weiß, wo man ansetzen kann, um seine Botschaften unter die Leute zu bringen. Ich weiß, mit welchen Mitteln man das macht und wie man die Tools benutzt. Und wie sich das ganze in einen konsistenten Rahmen fügt: zu einem Ergebnis, das größer ist, als seine Einzelteile. Und genau das will ich unter die Leute bringen. Der Prozess ist skalierbar. Man kann mit kleinen Dingen anfangen und ständig erweitern. Die gesamte Marketing-Kommunikation wird so agil wie nie zuvor. Sofern also ausreichend Ressourcen bei Kunden vorhanden sind, ermutige ich sie:

  • Blogposts selbst zu schreiben
  • Bilder in höherer Qualität selbst zu produzieren
  • Themen zu recherchieren
  • Analytics genau zu beobachten
  • Dienstleister direkt zu beauftragen
  • Druckaufträge selbst zu beauftragen
  • Produktionsbegleitung und -aufsicht selbst durchzuführen

Dazu erhalten unsere Kunden

  • Zugänge und Links zu Ressourcen, Analytics etc
  • Tipps und Tricks, wie man mit welchen Tools umgeht
  • Einschätzungen über den vorhandenen Workflow
  • Verbesserungsvorschläge dazu
  • Sämtliche PDF Dateien, auch reingezeichnete Druck-PDFs, Logodaten etc.
  • Ausgangsdaten (Photoshop, Indesign, mit Ebenen und allem Pi-Pa-Po)
  • Ein waches Auge für das Tagesgeschäft: wir prüfen, kontrollieren, schauen einfach nur kurz darüber, geben kompetente Tipps, wie man Details gestalterisch oder textlich besser macht

Ich führe zusätzlich Workshops zu einzelnen Themen durch, damit alle auf einem einheitlichen Stand sind, dieselbe Terminologie benutzen und in alle relevanten Projekte eingeweiht sind. Kurz: jedem, der das will ermöglichen wir, seine Marketing-Kommunikation in den eigenen Händen zu halten!

  • Nicht auf Agenturen angewiesen zu sein
  • Jederzeit die Hoheit über produziertes Material zu haben
  • Unabhängig von den Verfügbarkeiten anderer zu sein
  • Wir bewahren dabei die strategische Ausrichtung des gesamten Marketings mit scharfem Adlerblick
  • Nebenbei entstehen noch allerhand Vorteile für das Unternehmen:
  • Es fallen weniger externen Kosten an
  • Eigene (Personal-)Ressourcen werden besser genutzt
  • Interne Abstimmungsprozesse laufen schneller
  • Kommunikation findet direkter aus dem Unternehmen heraus statt, sie wird authentischer
  • Es entsteht eine Sprache des Unternehmens, eine Kultur
  • Nur mit dieser Unternehmenskultur ist das Unternehmen für seine Partner heute greifbar
  • Interne (Werbe-/Marketing-)Abteilungen werden stärker eingebunden, dadurch steigt die Motiviation
  • Die Expertise/das Ansehen des Unternehmens steigt, wenn direkt aus dem Unternehmen kommuniziert wird (… wenn die das alles so schaffen/gestalten/schreiben)

Wie gesagt, das betrifft Unternehmen, die eigene Ressourcen haben und diese nutzen möchten. Andere Unternehmen sind auf der Such nach eine externen Dienstleister, um interne Ressourcen zu schonen. Hier können wir bei Digital/Real als Dienstleister für eine Vielzahl von Services und Lösungen wahrscheinlich weiterhelfen.

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