Dokumentation zuerst!

Marken-Entwicklung, Design und Kommunikation wird mit einer vernünftigen Dokumentation völlig transparent und nachvollziehbar. Wird sie als Planungswerkzeug gesehen und im gleichen Zuge gemacht, entstehen kaum Kosten.

Design und den Designprozess oder gar Marken-Entwicklung zu dokumentieren ist eine komplexe Angelegenheit, mit der sich kaum jemand befasst oder auch nur befassen will. Nirgends werden entsprechende Vorgehensweisen dazu gelehrt oder adäquate Toolsets zur Verfügung gestellt.lt.

In Agenturen ist das Thema Dokumentation ein völlig unbeschriebenes Blatt, wenn man von Stundenauflistungen einmal absieht. Einzig das Corporate Design Manual (Styleguide, CI Manual) ist als Dokumentation bekannt, wird aber eher als „Werk“, das es zu beauftragen gilt, denn als echte Dokumentation verstanden. Dabei gibt es so viele Anwendungsmöglichkeiten in den verschiedenen Bereichen:

  • Marke
    Strategie, Markenwerte und -attribute, Positionierung, Gestaltung,
  • Kommunikation
    Strategie, Tonalität, Tactics, Motive, Anwendungsbereiche, Channels, Terminpläne, ToDo, …
  • Design
    Ähnlich einem CD Manual werden alle vollendeten Artworks hier gesammelt, wo sie weiter dokumentiert werden können. Auch Snippets (Designelemente) könnte hieraus im Sinne eines Gestaltungskatalogs wieder verwendet werden.
  • Web
    Eine der umfangreichsten Anwendungen: von Technik, CMS, Zugängen zu Hostern, über Informationsarchitektur (IA), Wireframes, Design und Umsetzung

 

Die Vorteile

  • Jeder kann alle Grundlagen nachschlagen
    • Geschäftsleitung
    • Share- und Stakeholder
    • Marketing Department
    • Sales & Vertrieb
    • Beteiligte Agenturen mit Kundenberatung und Creation
  • Job-Übergaben werden transparent und verständlich gestaltet
  • Binnen kürzester Zeit können neue Mitarbeiter in alle Grundlagen der Marke, des Jobs, des Projekts eingeführt werden
  • Es exisitiert ein qualitativer Nachweis über geleisteten Markenaufbau
  • In einem BrandCompendium können alle Aktivitäten zusammengesfasst werden: Analysen (Extra Dokumente, Power Point, PDF), es gibt also eine zentrale Dokumentation

Beim Design oder Re-Design einer Website spielen so viele Faktoren eine Rolle, sind so verschiedene Disziplinen und Menschen beteiligt, dass es zwingend notwendig ist eine verbindliche Grundlage für alle zu schaffen. 
Im technischen Bereich ist eine nachvollziehbare Dokumentation mittlerweile gang und gäbe (Pflicht- und Lastenheft). Aber gerade was IA, User Experience und Design betrifft werden nach wie vor verschiedenen Dokumente und Formate konzipiert und wichtige Information auf nahezu laienhafte Weise weitergegeben.

Ein Riesenaufwand, der nicht zu bezahlen ist?

Mitnichten. Denn die Dokumentation „passiert“ beim Machen, Gestalten, Planen, Konzipieren. Es stellt heute einfach kein Problem dar, ein PDF, einen Text, ein Indesign-Snippet nicht nur in ein e-Mail Programm zu werfen sondern gleichzeitig auch in das Dokumentationsdokument.

Die Dokumentation wir sogar zu dem Dokument, welches die „Deliverables“ darstellt: alles, was an den Kunden präsentiert wird, findet sich hier: der PR-Text mit der Bildübersicht, die Layouts mit Beschreibung, Copyrights und Veröffentlichungsdaten, die Markenstrategie und die Anweisungen an die Web-Programmierer.

Diesen Überblick zu haben ist schlicht phänomenal! Die Suche nach Dateien auf verschiedenen Computern unterschiedlicher Benutzer entfällt komplett (es hält sich eh niemand an Ordner-Strukturvorgaben…). Die Aufbewahrung von anderen Präsentationsunterlagen entfällt. (Mit Ausnahme einer vernünftigen Keynote Präsentation!)

Documentation first!
Von der Konzeption zur Umsetzung

Es ist klug, noch einen Schritt weiterzugehen: Dann, wenn die Dokumentation zum Plan wird, ist auch die Phase der Konzeption perfekt miteingegliedert. Zuständigkeiten können im Dokument aufgenommen werden und jeder einen perfekten Leitfaden, was in seinem Bereich zu tun ist. Bei Erledigung wird nicht einfach ein Punkt auf einer unleserlichen Liste abgehakt, sondern der Posten als Artefakt in die Dokumentation aufgenommen.

Im Grunde genommen kann man die ganze Dokumentation wie die Outline eines ganzen Buches sehen.

 

Fazit: Dokumentation ist das fehlende Glied.

Jede Marke wird in kürzester Zeit verständlich, derAufbau der Markenkommunikation übers Jahr hinweg für jeden sichtbar.

Die Kommunikationsstrategie wird transparent und liefert einen qualitativen Nachweis über geleisteten Markenaufbau.

Mit einer Designdokumentation wird jedes Projekt jederzeit übergabefähig. Vom Konzeptioner an Texter, vom Webdesigner zum Programmierer, vom Projektmanager zum SEO-Spezialisten .

 

Weiterführende Links

EightShapes Unify hat sich als System auf der Basis von Indesign dafür äußerst bewährt.

Ursprünglich für die Dokumentation des Webdesign und -Development Prozesses gedacht, kann es im Grunde für jede Art von Dokumentation benutzt werden. Angefangen von der Darstellung der zentralen Markenelemente, über die Festlegung und Darstellung aller Inhalte, bis hin zu Wireframes (sogar – mittels interaktiven PDFs – zum Erstellen von Clickdummies), sowie dem Design der einzelnen Templates und deren Auszeichnung zur Weitergabe an die Technik.

Das Buch Communicating Design, geschrieben von Eightshapes Mitbegründer Dan Brown führt in die Dokumentation von (Design-)Projekte ein.

 

Weiterführende Beratung
Wenn Sie an der Einführung eines Systems zur Dokumentation interessiert sind, kann ich gerne mit meiner Erfahrung weiterhelfen. Hier finden Sie meine Kontaktdaten.

Kommentar

*

Aktuell gibt es noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Kommentare verbergen
Teilen
...

Bitte verwenden Sie einen aktuellen Browser, damit die Website korrekt funktioniert.

Sie sollten noch heute aktualisieren.